Es geschah an einem ganz normalen Nachmittag im Januar 2005.
Plötzlich wurde ich von einer seltsamen Krankheit befallen, der
Klapphornitis
Nie zuvor hatte ich davon gehört und deshalb wusste ich auch nicht, dass ich mich augenblicklich um ein Gegenmittel umsehen musste, wollte ich dieser Krankheit jemals wieder entkommen. Aspirin half nicht. Und die zwei, drei doppelten Kognaks, die ich zu mir nahm, um die Bazillen zu verscheuchen, verstärkten die Symptome eklatant.
Mit rotgeränderten Augen und verkrümmten Fingern saß ich bis in die frühen Morgenstunden an meinem PC und versuchte, mich über dieses eigenartige Phänomen zu informieren.
Als mir
bewusst wurde, dass es mir aber sehr gut damit ging, weil die dadurch oft vollkommen
unmotiviert erscheinend
auftretenden Lachanfälle nur meiner Umwelt zu schaffen machten,
begann ich öffentlich über mein Suchtverhalten
zu sprechen und zu schreiben.
Dabei machte ich die weitere Entdeckung, dass Klapphornitis ansteckend ist.
Ich werde nun einen Selbsthilfeverein gründen.
Und vielleicht eines Tages ein Lebenshilfe-Buch darüber herausbringen.
Es klappern die Hörner
am klappernden Vers
klipp klapp ...
Einträchtig auf dem Kanapee
Und bildeten dort eine Kuhle
Der Neffe rief nach einem Stuhle
Die eine bei einem Baiser
Die andere bei Sachertorte
Ihrer Diät fehlten die Worte
saßen im Cafe
Und spielten mitsammen Romme
Die eine hatte viele Joker
Die andere Hutblumen in ocker
Die eine schmerzt ihr großer Zeh
Am linken Fuß und auch die Ferse
Der anderen klapphornten Verse
Die eine sprach von Fürst Rainier
Die andere machte manchmal "tsch-isch"
Ihr Gebiss lag auf dem Küchentisch
Eine mit Augen wie ein Reh
Das fand die andere hundsgemein
Die hatte von dem Reh die Bein'

Die eine
eine Koryphäe
für Kreuzstichmuster-Tischtuchsticken
Die andere für Neffen zw(!)icken

