





Der neue Mann
Elektrifiziert
Nur noch einmal schlafen ...
Doch glaube ich
Regenbogen
Männerstoff
Gute Nacht
Atem
Es wäre nicht ich
So reich bin ich
Mich finden lassen
Liebesinsel



Nähe
Mutlos
Ängstige dich!
Denn sie wissen nicht
Der Weg des Herrn
Blutungen
Schwanengesang
Schattenspiele
Scherbengericht
Vorbei?
Wenn die Liebe vergeht
Ein ernstes Gespräch
Mutig
Ich lehne mich an meine Liebe
Ich kann es
Die Liebe Gottes
Wissen ist Macht
Verstehen lernen
Taufe
Antwort
Leer
Spiegel
Märchenprinz
Und es gibt doch noch Helden
Sind sie auch dünn gesät
Ist's plötzlich doch passiert
Dass einer vor mir steht
Und steht
Und steht
Und fällt nicht um
Und ich steh da
Und schau sehr dumm
Männer
die heldenhaft
vor mir stehen
Hab ich noch nicht
sehr oft gesehen
Und er schaut
Und schaut
Und fällt nicht um
Und es wird ihm
auch nicht zu dumm
Dass ich es
gar nicht fassen kann
Steht wie ein Baum
Schaut wie ein Mann
Spricht nicht zu viel
Und spielt sein Spiel
Nicht
wie ein groß geratenes Kind
Stoff
aus dem wahre Männer sind
Was kribbelt da in meinem Bauch?
Ach die Püppchen wiegen
Sich um Mitternacht im Tango
Wollen endlich fliegen
Als bunte Schmetterlinge schweben
Umgaukeln deine Männlichkeit
Doch es behindert sie dabei
Ihr viel zu lang getragenes Kleid
In das sie so lang eingebettet
Satt in ihrer Ruhe dösten
Bis deiner Stimme Sphärenklang
In ihnen diesen Wunsch auslösten
Ihrer Bestimmung zuzueilen
Aus ihrer Panzerung zu schlüpfen
Die deshalb aufgeregt wie nie
Tanzend in meinem Bauch rumhüpfen
Ach ihr Lärvlein schlaft noch einmal
Bewahrt Ruhe und schöpft Kraft
Damit ihr eure Selbstbefreiung
Morgen dann auch wirklich schafft
Zarte
fast unsichtbare Blüten
schwirren durch die Luft
Doch glaube ich
Wir schmecken beide
ihren süßen Duft
Auf lichten Engelsflügeln
schweben Lächeln durch den Raum
Doch glaube ich
Sie erhellen
auch deinen Sehnsuchtstraum
Auf einem Spinnwebseil
wandern versonnene Blicke
Doch glaube ich
Das Seil ist stärker
als so manche Stricke
Auf federleichtem Atem
zittert die Lust ganz leis'
Doch glaube ich
Dass davon
auch deine Leidenschaft weiß
Mit weit geöffneten Armen
wird das von mir begrüßt
Wovon ich nicht nur glaube
Dass es die Liebe ist


Nur Liebe
Hochwasser
Sommer
Jungle Tumbling
Das süße Salz der Lust
Das große Glück
Kompensation
Meditation
Traumeinladung
Die Kraft der Müdigkeit
Wie ich dich liebe

Nur Liebe
Da war
dieses kleine kalte Zimmer
Und da stand dieses Bett
Das schon für einen
zu klein
Und ich spürte
Wie mich
die Erwartenshaltung
mit ihren tödlichen Armen
umfangen wollte
Doch
Da warst du
Und nahmst mich
in deine Arme
Und ich spürte
wie die Schnörksel
meiner Liebe
wegbrachen
Und nur
die Liebe blieb
Das große Glück
erträgt sich oft nicht leicht
Fast unglaublich
was da so heranschleicht
Ein Genick das sich versteift
Auch ein Kreuz das sich verreißt
Ein Zahn der plötzlich ausfällt
Durchfall der sich einstellt
Ein Auge das verquillt
Eine Nase die anschwillt
Und dann schnarcht
in dunkler Nacht
Sodass liebend man durchwacht
Hautstellen die abschuppen
Sich röten oder jucken
Pickeln Pusteln Krusten
Und ein Morgenhusten
Ein Knirschen in den Knien
Im Ellbogen ein Ziehen
Ein Sodbrennen zur Qual
Und schon wieder Durchfall
Und kommt es dann so weit
Dass man vor Müdigkeit
In Sofaecken eindöst
Vom großen Stress erlöst
Den Glück oft mit sich trägt
Kann sein dass man sich frägt
Ist das wirklich Liebe
Die austreibt solche Triebe?
Kompensation
Und ich
hülle mich in dein Handtuch
Und ich küsse
deine Zahnbürste
Sehe aus meinem Weihnachtsstern
Fliederblüten wachsen
Fasse den Kieselstein
der aus deinem Stiefel gefallen ist
in einen Rahmen aus Licht
Und hänge ihn
an die goldene Kette
meiner Sehnsucht
Oder?
Küsse ich den Kieselstein
Hülle das Handtuch
in meinen Weihnachtsstern
Umrahme meine Sehnsucht
mit goldenen Fliederblüten
Und bürste meine Zähne
mit der Erinnerung
an deine Küsse?
Egal!
Denn ich Wahrheit
liebe ich das Licht
das aus deinem Stiefel
auf meinen Weg fällt


Der Fluch des Denkens
Ich sitze hier
und denke
Wo ist mein Gefühl?
Wo ist meine Liebe?
Wo ist denn nur mein Spiel?
Ich sitze hier
und denke
Warum
Und auch Wozu?
Bin irgendwo geblieben
Und denk' doch
Wo bist du?
Interaktion
Ich und Du
ist kein Wir
Höchstens ein
Wir Beide
Mir und Dir
ist kein Uns
Höchstens ein
Uns Zwei
Wir Zwei Beide
ist kein Gemeinsam
Höchstens ein
Miteinander
Doch auch
Miteinander
ist ein Weg
Den man nicht
allein
gehen soll
Teuflisch
Da sind sie wieder
Diese kleinen wohlbekannten Teufelchen
Die ihre Zweifel in mein Herz bohren
Und wieder höhnen sie in meinen blick
Und krächzen boshaft und gehässig
In meine leichtgläubigen Ohren
Die bisher deinen Worten lauschten
Und meinem Herzen
Hoffnungslieder sangen
Das nun mit höhnischem Gelächter
erfüllt ist
Und von der Nacht unfangen
Die der Zweifel ständiger Begleiter ist
Und doch
weiß nach dem Dunkel ich das Licht
Weiß ich
dass meine Liebe stärker
Kann ich sie auch
in zweifelsdunkler Nacht
Im Augenblick
erspüren
nicht

Mutlos
Du hast
mich so lang hinaus gestellt
Bis ich
das Tor zu unserem Leben
nicht mehr fand
Nun stehe ich hier
vor der hohen Wand
der Mut- und Hoffnungslosigkeit
In dem viel zu grauen Kleid
der Angst
Und versuche
mit meinen Tränen
die Farben wieder
hervor zu waschen
Die du
meinem Leben gabst
Bevor
du deinen Zaun
so dicht geschlossen hast
Dass ich nur mehr
mich suchen kann
Ängstige dich!
Siehst du nicht?
du schlägst dir den Kopf ein
An der Wand
die dein Horizont ist
Spürst du nicht?
Du trocknest dein Blut aus
In dem See
der nur ein Stauwerk ist
Begreifst du nicht?
Du verkrüppelst die Hand dir
An der Macht
die du festhalten willst
Hörst du nicht?
Du schneidest dein Ohr ab
Mit dem Ton
mit dem du dein Ego stillst
Ängstige dich!
Denn dein Herz wird erfrieren
An der Kälte
die deine Angst ist
Blutungen
Wenn meine Tränen
aus den Augen fallen
Und über die Kälte
deiner Grausamkeit springen
Werden sie zu einem
Strom aus Herzblut
Vorbei?
Wach ich?
Träum ich?
Lauf ich?
Säum ich?
Stürm ich?
Flieh ich?
Lass ich?
Zieh ich?
Hör ich?
Kling ich?
Steh ich?
Schwing ich?
Leb ich?
Lieb ich?
Ging ich?
Blieb ich?
Wenn die Liebe vergeht
Wenn die Liebe vergeht
Dann war es keine Liebe
Nur das Erblicken
des Spiegelbilds
deiner eigenen Verliebtheit
Gefühle
können nicht vergehen
Du trägst sie in dir
Als Fundament
deiner Menschlichkeit
Darum
Zertrümmere deinen Spiegel
Und blicke in dich
Nur dort
wirst du die Liebe finden
Und sie wird
nie vergehen

Mutig
Erst
fühle ich mich einsam
Und es macht mich mutslos
Dann
werde ich ängstlich
Und das macht mich hilflos
Dann
werde ich zornig
Doch die Tränen des Zorns
wecken meine Traurigkeit
Doch
traurig sein können
macht
Mut
Verstehen lernen
Ich will dich verstehen lernen
Weil ich dich
nicht verletzen will
Wäre es nicht genauso wichtig
Dich verstehen lernen zu wollen
Um mich von dir
nicht verletzen zu lassen?
Noch wichtiger wäre
Zu erkennen
Wann der Zeitpunkt
für das Eine oder das Andere ist
Leer
Wenn du
deinen Kopf entleerst
Und dich
in meine Hand begibst
Wenn du
durch meine Hand erfährst
Wie sehr
du dich auch selber liebst
Dann
Kopf und Körper
wunschentleert
in meiner Hand
sich sicher fühlen
Dann
kann ich erneut daran gehen
Mit meiner Liebe
uns
zu füllen
Spiegel
Endlich
Hast du die Augen geöffnet
Und ließest mich
In den Spiegel
Deiner Seele sehen
Und ich sah mich
Und nie zuvor
War mein Spiegelbild
so schön

Du-erfüllt
Wenn die Müdigkeit
mich zärtlich in die Arme nimmt
Wenn die Lust
in satter Mattigkeit verglimmt
In meinen Augen
Regenbogenlicht aufblinkt
In meinen Ohren
sanftes Wellenplätschern klingt
Sich meine Haut
anfühlt
wie faltenloser Samt
Und in mir
jeder Widerstand erlahmt
In meinem Herzen
sich ausbreitet sichere Ruh'
Schlaf ich geborgen ein
Erfüllt vom Du
Nacht
Da ist die Nacht
Dunkelheit
senkt sich in meinen Kopf
Und meine Träume
ziehen mich
in die Nischen meiner Seele
Kleine Ängstlein
lriechen durch meine Adern
Und kühlen mein Herz
Doch da ist dein Atem
Er bläst
die dunklen Wolken auseinander
Deine Hände
ziehen mich
in die Nischen deines Körpers
Und deine Nähe
erwärmt mein Herz wieder
Auch das ist Nacht


Ohne dich
Ohne dich
bin ich einfach nicht komplett
Ohne dich
ist ein Loch in meinem Bett
Ohne dich
fehlt das Prickeln in meiner Luft
Ohne dich
gibt mein Parfum keinen Duft
Ohne dich
ist das Wasser nicht so nass
Ohne dich
macht das Baden deshalb keinen Spaß
Ohne dich
ist mein Himmel blässlich grau
Ohne dich
stecken meine Hormone im Stau
Ohne dich
ist der Rotwein nur Alkohol
Ohne dich
klingt selbst Mozart
so seltsam hohl
Ohne dich
sind die Sterne nur weiße Punkte
Ohne dich
schmeckt Pesto wie Knoblauchtunke
Ohne dich
ist der Vollmond nur eine Scheibe
Ohne dich
ist meine Wohnung
nur Bleibe
Zeitlos
Die Liebe
hat jede Zeit
in der Zeit
Denn
sie ist die Ewigkeit
Ewig ist
nur Jetzt und Hier
So gibt sie Gewissheit mir
Dass sie
immer
in mir ist
Und auch immer
dann mich küsst
Wenn ich sie mit dir verbinde
Dich in meinem Inneren finde
Immer
auf dem Weg zu dir
Bringt sie mich ganz nah zu dir
Was bedeuten
Tage?
Stunden?
Und Distanzen noch so weit?
Die Nähe
lebt in den Sekunden
meiner Liebe Ewigkeit